Autor: Fraktion SPD RE

SPD fordert Konzept für Radstraßen

Die SPD-Teilfraktion Verkehr stützt die Kritik des Verkehrsausschussvorsitzenden Andreas Becker, die Stadt treffe Entscheidungen an den politischen Gremien vorbei und betreibt eine Verkehrspolitik nach Gutsherrenart. 

„Die Behauptung von Benno Portmann, der Informationsfluss zur Fahrradstraße Elper Weg hätte über den Technischen Beigeordneten erfolgen können, ist falsch! Norbert Höving war als zuständiger Beigeordneter nicht in den Prozess einbezogen. Richtig ist hingegen, dass ein Arbeitskreis auf Bürgermeisterebene inklusive Nahmobilitätskoordinator getagt hat, der die Fakten zur Radstraße Elper Weg getroffen hat. Die Informationen zu dieser Entscheidung wurden dann wohldosiert an CDU und Grüne gestreut, damit diese in Wahlkampfzeiten etwas zu verkaufen haben und sich profilieren können. Die restlichen Fraktionen wurden vor vollendete Tatsachen gestellt und haben die Info der Zeitung entnommen“, betont Christian Wengerek, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. 

Von Anfang an hat die SPD-Fraktion die Angliederung der Stabstelle Klima & Mobilität beim Bürgermeister kritisiert, da sie thematisch und personell ins Technischen Rathaus gehört. „Jetzt sind wir bestätigt, dass mit der Verortung dieser Stelle der Bürgermeister eigene Interessen und Vorteile verfolgt“, so Wengerek. 

Auch den Vorwurf Portmanns, der Verkehrsausschuss hätte in Corona-Zeiten zur Radstraße Elper Weg tagen können ist lächerlich, da die Ausschussvorsitzenden per Ältestenrat aufgefordert sind, die Ausschüsse nur dann tagen zu lassen, wenn dringliche Entscheidungen inhaltlich im Hinblick auf den Haupt- und Finanzausschuss vorbereitet werden müssen. 

Die SPD-Mitglieder im Verkehrsausschuss fordern weiterhin, dass dem Thema „Radstraßen“ ein sachlich nachvollziehbares Konzept hinterlegt wird und nicht nach dem Zufallsprinzip mal hier und mal da im Stadtgebiet eine Radstraße entsteht. „Wir bleiben dabei, Radstraßen gehören nicht in das Hinterzimmer des Bürgermeisters, sondern müssen mit der Fachverwaltung unter Anhörung der Öffentlichkeit und Beteiligung der Politik beraten werden“, so SPD-Ratsmitglied Christian Wengerek. 

Mehr Sicherheit auf der Herner Straße

Die Fahrbahnsanierung auf der Herner Straße nutzen, um die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern – so das Ziel eines Ratsantrags, den die SPD-Fraktion im März 2018 auf Anregung des Ortsvereins Altstadt einbrachte. Da die Sanierungsarbeiten weitestgehend abgeschlossen sind, informierte sich jetzt Andreas Becker MdL, Verkehrsausschuss-Vorsitzender und Bürgermeisterkandidat, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion Frank Cerny über die Umsetzung der Maßnahmen.

Wie von der SPD vorgeschlagen sorgt künftig eine Querungshilfe in Höhe des Kindergartens für mehr Sicherheit. Durch die Einrichtung von Schutzstreifen in beide Fahrtrichtungen werden Radfahrer neuerdings auf der Fahrbahn geführt. Auch zusätzlicher Parkraum wurde für die Anwohner der Herner Straße geschaffen.

„Die von der SPD beantragte Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30, vonKreisverkehr Bruchweg bis Schlachthofbrücke, wird in Kürze angeordnet. Das wird für weitere Sicherheit sorgen“, so Andreas Becker und Frank Cerny.   

Jetzt Klarheit für die kommunalpolitische Arbeit schaffen

Im Zuge der Verabschiedung des Epidemie-Gesetzes hat der nordrhein-westfälische Landtag auch eine Änderung in der Kommunalverfassung beschlossen. Entscheidungsbefugnisse des Rates können in Krisenzeiten auf den Hauptausschuss übergehen, wenn in einem schriftlichen Verfahren 2/3 der Ratsmitglieder dies beschließen.

„Wir haben nun eine gesetzliche Grundlage und können deshalb auch Klarheit für die kommunalpolitische Arbeit in Recklinghausen schaffen. Ich erwarte jetzt vom Bürgermeister, dass er umgehend ein entsprechendes Verfahren einleitet, damit der Haupt- und Finanzausschuss mit der entsprechenden Befugnis ausgestattet wird“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Cerny. Nach Ansicht von Cerny waren die bisher vom Ältestenrat besprochenen und per Dringlichkeitsbeschluss gefassten Entscheidungen richtig, bedürfen jetzt aber der Zustimmung eines offiziellen Gremiums. „Die Demokratie hat auch in diesen Zeiten keine Pause. Von daher plädiere ich dafür, dass der HFA deutlich vor dem ursprünglich geplanten Sitzungstermin am 15. Juni zusammenkommt, und zwar sobald er mit der entsprechenden Befugnis ausgestattet ist“, so Cerny.

Eine Sitzung des gesamten Rates sollte nach Ansicht des SPD-Fraktionschefs derzeit unterbleiben. Frank Cerny: „Ich glaube niemand könnte nachvollziehen, wenn 52 Ratsmitglieder, plus Bürgermeister und weitere Verwaltungskräfte gemeinsam tagen, während in der Bevölkerung Versammlungen von mehr als zwei Menschen untersagt und soziale Kontakte weitestgehend eingeschränkt sind.“

Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, Peter Borggraefe!

Der Recklinghäuser SPD-Politiker und frühere Bürgermeister Peter Borggraefe feiert heute seinen 80. Geburtstag. Peter Borggraefe studierte Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaften und Philosophie. Nach fünf Jahren im Schuldienst hat er bis 1978 als Referent für die SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf gearbeitet, zuletzt als persönlicher Referent des damaligen Fraktionsvorsitzenden. Borggraefe pflegte gute politische Kontakte zu verschiedenen Ministerien. 

Der überzeugte Sozialdemokrat begann seine kommunalpolitische Karriere in Recklinghausen im Jahre 1978 mit seiner Wahl zum Beigeordneten für die Bereiche Schule, Jugend und Sport. Ab 1984 stritt er als Stadtdirektor und ab 1998 als Bürgermeister für die Interessen der Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser und erschloss so manche Fördertöpfe. 

Untrennbar mit dem Namen Peter Borggraefe verbunden ist nicht nur das neue Ruhrfestspielhaus, dass unter seiner Amtszeit zu einer modernen Spielstätte und einem Kongresszentrum umgebaut wurde – er war auch entscheidend an der Gründung der Fachhochschulabteilung und der Ansiedlung der Justizakademie in Recklinghausen beteiligt. 

Für seine Verdienste um das Gemeinwohl der Recklinghäuser Bürgerinnen und Bürger bekam Peter Borggraefe 2009 die Große Stadtplakette der Stadt Recklinghausen verliehen. Wir gratulieren unserem Genossen ganz herzlich und danken ihm, dass er sich immer noch aktiv in die Parteiarbeit, insbesondere in den SPD-Ortsverein Altstadt einbringt.

Das Foto zeigt Peter Borggraefe anlässlich seiner Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD gemeinsam mit dem Parteivorsitzenden Andreas Becker MdL, dem Ortsvereinsvorsitzenden Moritz Kibowski und dem Fraktionsvorsitzenden Frank Cerny.

In eigener Sache

Aufgrund der aktuellen Lage, ausgelöst durch das Corona-Virus, werden derzeit richtigerweise Veranstaltungen abgesagt und Kontakte eingeschränkt. Deshalb befinden sich auch die Mitarbeiterinnen unseres Stadtverbandsbüros und unserer Ratsfraktion in Heimarbeit.

Die Büros sind aber weiterhin erreichbar. Sprachnachrichten für das Fraktionsbüro können unter der Rufnummer (02361) 50-1021 hinterlassen werden. Bei Bedarf erfolgt ein Rückruf. Eingehende E-Mails an spd.fraktion@recklinghausen.de werden weiterhin bearbeitet.

Auch das Stadtverbandsbüro bleibt per Mail weiterhin über die Adresse kontakt@spd-recklinghausen.de erreichbar.

Mahnwache für Fukushima

Am 11. März 2011 kam es zu mehreren Kernschmelzen im Atomkraftwerk von Fukushima. Große Mengen radioaktiven Materials wurde freigesetzt und verseuchte die Umgebung. Mehr als 100.000 Menschen verloren ihre Heimat. Angesichts der Folgen der nuklearen Katastrophe vor 9 Jahren erinnerten SPD, Grüne und Linke mit verschiedenen Wortbeiträgen an die Folgen des Super-GAUs. Mit einer Schweigeminute wurde den Opfern gedacht.

„Atomare Unfälle zerstören den Lebensraum für Menschen und Tiere für eine sehr lange Zeit. Die Spätfolgen der Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima sind bis heute nicht abschätzbar. Da die Atomkraft eine unbeherrschbare Technologie bleibt, müssen die Kernkraftwerke in Deutschland und überall auf der Welt stillgelegt werden“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Cerny.

Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Angesichts der humanitären Katastrophe, die sich derzeit im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Griechenland und in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln ereignet, schlagen SPD und Linke vor, dass auch die Stadt Recklinghausen einige unbegeleitete minderjährige Flüchtlinge aufnimmt.

In einem gemeinsamen Schreiben, das vom SPD-Parteivorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten Andreas Becker MdL, vom Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion Frank Cerny und vom Vorsitzenden der Linken-Ratsfraktion Erich Burmeister unterzeichnet ist, wird der Bürgermeister gebeten mit der Verwaltung und den Wohlfahrtsverbänden zu klären, wie viele Menschen aufgenommen werden können. Die Unterzeichner appelieren auch an CDU, Bündnis90/Die Grünen und die FDP sich ebenfalls für die Aufnahme, Versorgung und Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen in Recklinghausen auszusprechen.

Das Schreiben ist hier als PDF-Datei abrufbar.

SPD fordert Pilotprojekt für die Altstadt

Aufgrund der stetigen Zunahme des Lieferverkehrs und der Tatsache, dass sich Kurierdienste häufig nicht an die festgelegten Lieferzeiten für die Altstadt halten, befasst sich SPD-Ratsfraktion bereits seit geraumer Zeit mit der Frage, wie der Lieferverkehr in Recklinghausen reduziert und umweltverträglicher gestaltet werden kann.

In einem ersten Schritt wurden auf Antrag der SPD finanzielle Mittel für sogenannte „Click & Collect Boxen“ in den städtischen Haushalt 2020 eingestellt. Mitglieder der SPD-Teilfraktion Wirtschaft besuchten jetzt einen regionalen Anbieter von Click & Collect Boxen, die Sesam GmbH in Marl. Die Geschäftsführer Jörg Schauerhammer und Jesper Okkels erläuterten die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Systems. Die Besonderheit liegt im Schließsystem, für dessen Betrieb kein Stromanschluss, WLAN oder Kabelanschluss erforderlich ist, da es per Batterie über eine einfache Mobilfunkanbindung gesteuert wird. Das System kann sowohl in Boxen, als auch in Türschlössern eingebaut werden und ermöglicht einen Zugang per App.

Nach Einschätzung der SPD profitieren sowohl Händler, wie auch Kunden und Lieferdienste von dem System. Frank Cerny: „Als Kunde kann ich mir die Ware beim örtlichen Handel bestellen und auch nach Geschäftsschluss problemlos abholen. Händler können durch das System auch dann beliefert werden, wenn ihr Geschäft geschlossen ist. Und die Kurierdienste können durch den Rund-um-die-Uhr-Zugang die Waren deutlich flexibler anliefern.“ Die SPD schlägt ein Pilotprojekt für ein Quartier in der Altstadt vor. Händler, die sich für die Anschaffung einer eigenen Box entscheiden, sollen finanziell unterstützt werden. Außerdem sollen mehrere Boxen an zentraler Stelle im Quartier installiert werden.  

Im Umgang mit der AfD gibt es keine zwei Meinungen

Aufgrund der jüngsten Ereignisse in Thüringen, und auch im Hinblick auf die Gründung eines AfD-Stadtverbandes, fordert der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Cerny eine klare Haltung aller demokratischen Parteien, Glaubensgemeinschaften, Gewerkschaften und gesellschaftlicher Gruppen in Recklinghausen: „Die AfD sät Hass und spaltet die Gesellschaft. Sie hetzt gegen Menschen, greift unsere Demokratie tagtäglich an und radikalisiert sich zunehmend. Im Umgang mit der AfD kann es deshalb keine zwei Meinungen geben. Wir alle sind aufgefordert die Rechtspopulisten inhaltlich zu stellen und ihnen keinen Raum für ihre antidemokratische und menschenverachtende Politik zu geben.“

Vor Ort müssen sich Aktive der AfD die Haltungen und Aussagen der Bundes-AfD anrechnen lassen. „Eine Partei mit Mitgliedern, die mit einem Faschisten wie Björn Höcke sympathisieren, kann keinen Anspruch darauf erheben, unsere Stadt demokratisch regieren zu wollen“, so Frank Cerny.

Im Hinblick auf den Kommunalwahlkampf sind nach Einschätzung des SPD-Fraktionsvorsitzenden drei Punkte wichtig: „Erstens müssen wichtige Themen für unsere Stadt endlich wieder zugespitzt werden, damit die Bürger wissen, welche Partei wofür steht. Zweitens erwarte ich von allen Fraktionen ein klares Nein im Hinblick auf eine Zusammenarbeit mit Rechtspopulisten in unserer Stadt. Und drittens muss jedem klar sein: Wer AfD wählt, ist kein Protestwähler, sondern gibt seine Stimme Rassisten, die unsere Demokratie abschaffen wollen.“

Angebot für obdachlose Frauen schaffen

Gemeinsam beantragt die SPD-Ratsfraktion mit der Fraktion Die Linke geschützten Wohnraum und einen Anlaufpunkt für wohnungslose Frauen in Recklinghausen zu schaffen, bei dem sie Hilfe und Beratungsleistungen in Krisensituationen erhalten können. „Wir brauchen dieses Angebot unbedingt, denn für Frauen, die schon länger obdachlos sind, gibt es derzeit keine angemessenen Unterkünfte in unserer Stadt. Darüber hinaus wollen wir auch Hilfestellungen geben, wie die Wohnungslosigkeit überwunden werden kann“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Cerny.

Der Antrag ist nur einer von mehreren Anträgen für die nächste Ratssitzung am 17. Februar. Ein weiterer Ratsantrag befasst sich mit dem Suderwicher Bach. Gemeinsam setzt sich die SPD-Suderwich und der Verkehrsverein Suderwich/Essel für die Freigabe des Wirtschaftsweges entlang des Baches von der Gesamtschule an der Markomannenstraße bis zur Suderwicher Straße (L628) ein. Damit nach einer Öffnung des Weges Fußgänger und Radfahrer die Landstraße gefahrlos überqueren können, sollen Gespräche mit dem Landesbetrieb Strassen.NRW über eine Querungshilfe geführt werden.

Auf Vorschlag des SPD-Ortsvereins Hochlarmark-Stuckenbusch beantragt die Fraktion die Planung für die Neugestaltung der Westfalenstraße vorzuziehen und die Anwohner im Rahmen einer Bürgerwerkstatt mit einzubinden. Der Ortsverein regt in diesem Zusammenhang die Errichtung von Kreisverkehren an den Kreuzungen Charlottenburger Straße/Westfalenstraße sowie Theodor-Körner-Straße/Westfalenstraße an, den Rückbau der Westfalenstraße von vier auf zwei Fahrspuren und die Pflanzung von Bäumen und Straßenbegleitgrün. Damit die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Auguststraße die Westfalenstraße gefahrlos überqueren können, soll eine Fußgängerampel errichtet werden.

Weitere Informationen zu den Anträgen finden sich hier.