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Trabrennbahn: SPD offen für Grünen-Vorschlag

„In Fragen der Städtebauförderung den Blick nach Hamburg zu richten lohnt sich bestimmt“, zeigt sich SPD-Chef Andreas Becker offen gegenüber der Initiative von Bündnis 90/Die Grünen hinsichtlich der Entwicklung der ehemaligen Trabrennbahn von Projekten in der Hansestadt inspirieren zu lassen. Der dortige Senat betreibe eine aktive Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik, städtische Baugrundstücke würden nach Konzeptausschreibung vergeben und für größere Areale würden Projektentwickler eingesetzt. Becker: „Vor allem gibt es dort die quotale Vorgabe, dass ein Drittel des auf städtischen Grund entstehenden Wohnungsbaus öffentlich gefördert sein muss. Etwas Ähnliches könnte auch Recklinghausen neuen und dringend benötigten Schwung geben.“

Zuerst müsse allerdings gesichert sein, dass das Trabrennbahn-Gelände auch der Stadt zur Verfügung stehe, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Cerny: „Wir wünschen deshalb dem Bürgermeister beim Beseitigen einer Erblast seines Vorgängers viel Erfolg. Dank unserer Initiative bei den Haushaltsberatungen wurde die Haushaltsstelle ja aufgestockt, aus der dann entsprechende Initiativen geprüft und Überlegungen entwickelt werden können.“

Die Entwicklung des Geländes fängt nach Ansicht der SPD nicht bei Null an. Darauf legt Klaus Breidenstein vom Vorstand der SPD-Hillerheide großen Wert. „Die Trabrennbahn ist eingebunden in das integrierte Stadtteilentwicklungskonzept. Das Wort der Bürger muss weiter eine bedeutende Rolle spielen.“